Veranstaltungsbericht | Fashion Revolution Week 2026 in Magdeburg

Im Rahmen der Fashion Revolution Week engagierte sich ENSA-Regionalpromotorin Marie-Sophie Krause gemeinsam mit Partner:innen in mehreren Bildungs- und Aktionsformaten in Magdeburg. Ziel war es, insbesondere junge Menschen für die sozialen und ökologischen Auswirkungen der globalen Textilindustrie zu sensibilisieren und Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Den Auftakt bildete ein schulisches Projekt an der Erich Kästner Schule am 15. und 17. April. Gemeinsam mit Daniela Merz vom Mauritiushaus Niederndodeleben e.V. arbeiteten die Referentinnen mit drei siebten Klassen zu nachhaltiger Mode und den globalen Verflechtungen der Textilproduktion. Am Beispiel einer Jeans lernten die Schüler:innen verschiedene Produktionsschritte sowie die ungleichen Arbeits- und Lebensbedingungen entlang der Lieferkette kennen.

Neben der inhaltlichen Auseinandersetzung spielte auch kreatives Arbeiten eine zentrale Rolle: Zwei Klassen stellten gemeinsam mit Christin Piefel Schlüsselanhänger aus ausgemusterten Kletterseilen her und setzten sich so praktisch mit dem Thema Upcycling auseinander.  Die dritte Klasse bemalte Stoffbeutel, wobei einige Ergebnisse die Eindrücke des Kurses widerspiegelten.

Am 23. April wurde das Thema im Moritzhof filmisch vertieft. Dort sah eine neunte Klasse der evangelischen Sekundarschule den Dokumentarfilm „Slow Fashion“. In der anschließenden Diskussion sprachen Marie-Sophie Krause und Daniela Merz mit den Jugendlichen über Konsumverhalten, Verantwortung und strukturelle Probleme der Modeindustrie.

Zentraler Bezugspunkt war das Fabrikunglück in Rana Plaza, dessen 13. Jahrestag am darauffolgenden Tag begangen wurde. Die Katastrophe mit 1.138 Todesopfern steht bis heute symbolisch für die Missstände in der Branche. In der Diskussion wurde deutlich: Trotz einzelner Fortschritte reichen bestehende gesetzliche Regelungen nicht aus, um grundlegende Veränderungen herbeizuführen. Auch individuelles Konsumverhalten kann einen Beitrag leisten, stößt jedoch ohne politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen an Grenzen.

Ergänzt wurden die Bildungsangebote durch eine öffentliche Installation unter dem Titel „Fast Fashion – Irrwege der Mode“ in Buckaus Grüner Mitte. Die Installation lud Passant:innen dazu ein, sich im öffentlichen Raum mit den Schattenseiten der Modeindustrie auseinanderzusetzen. Durch künstlerische und informative Elemente wurde sichtbar gemacht, welche ökologischen Schäden und sozialen Ungleichheiten hinter schnelllebiger Kleidung stehen. Gleichzeitig eröffnete das Format Raum für Austausch und Reflexion jenseits klassischer Bildungsorte.

Die Fashion Revolution Week in Magdeburg wurde von der Presse begleitet.
Hier geht es zum MDR-Beitrag zur Installation „Fast Fashion – Irrwege der Mode“.
Außerdem sind zwei Beiträge bei Radio SAW ausgestrahlt worden, am 14.04.2026 und am 19.04.2026.

Marie-Sophie Krause
Eine Welt-Regionalpromotorin Sachsen-Anhalt Nord (Magdeburg und Umland, Landkreise Börde, Stendal, Altmarkkreis Salzwedel)
Mauritiushaus Niederndodeleben e.V. – Ökumenische Begegnungs- und Bildungsstätte der Evangelischen Kirche
Mauritiushaus Niederndodeleben e.V. – Ökumenische Begegnungs- und Bildungsstätte der Evangelischen Kirche

Der Mauritiushaus Niederndodeleben e.V. unterhält ein Tagungshaus mit großem Garten und bietet Unterkunft sowie Verpflegung für Gruppen von ca. 30 Personen. In ländlicher Ruhe und idyllischer Umgebung können Projekte des Globalen Lernens geplant und durchgeführt werden.

Walther-Rathenau-Str. 19a 39167 Niederndodeleben
Website: https://www.mauritiushaus.de/
E-Mail: bildung@mauritiushaus.de
Telefon: +49 39204 912555
E-Mail: einewelt-promo@mauritiushaus.de
Telefon: +49 39204 863048
Über michAls Regionalpromotorin für die nördliche Börde, Magdeburg, das Jerichower Land und die Landkreise Stendal und Altmarkkreis Salzwedel setze ich mich für die stärkere Wahrnehmung der 17 Ziele der Vereinten Nationen ein. Ich möchte die Menschen in meinen Regionen zu nachhaltigem und weltoffenem Handeln ermutigen und interessierte Partner aus Bildung, Kommune, Kirche und Zivilgesellschaft miteinander ins Gespräch bringen.